Ein liebevolles Zuhause

Kinder und Jugendliche mit Behinderungen finden ein Zuhause in der Casa de Jesus Menino. Jetzt spenden!

In Tinguá – Nova Iguaçu, einem Vorort von Rio de Janeiro, steht ein besonderes Haus, das Haus von Pater Renato, genannt „Haus des Jesuskindes“. Hier wird viel musiziert, getobt, gelacht, Sport gemacht. Die Kinder wollen oft umarmt  und  geherzt werden. Es sind Kinder, die eine spastische Lähmung haben, taub oder blind oder in anderer Weise körperlich oder geistig stark eingeschränkt sind.

Trotzdem ist die Casa de Jesus Menino kein trauriges Haus. Hier leben Kinder, die ihr Glück und ihre Dankbarkeit darüber ausdrücken können, dass sie ein Zuhause haben.  Sie wissen, das ist keine Selbstverständlichkeit.

Kinder, die mit einer körperlichen oder geistigen Behinderung geboren werden oder deren Behinderung durch Krankheit oder Unfall  erfolgte, brauchen ganz besondere Zuwendung und Förderung. Wenn ihre Familien arm sind, fühlen sie sich von dieser Belastung oft vollkommen überfordert. Es gibt auch Eltern, die sich für ihr behindertes Kind schämen. In den Elendsvierteln rund um Rio kommt es immer wieder vor, dass Kinder und Jugendliche mit einer Behinderung von der Familie verstoßen, ja regelrecht ausgesetzt werden.

Zwei Jungen umarmen sich. Der eine schielt.

Seit dreißig Jahren kämpft Pater Renato dafür, dass diese Kinder Geborgenheit und Liebe erfahren und eine gute medizinische und psychologische Behandlung. Sein Einsatz für diese besonderen Kinder hat dazu geführt, dass es inzwischen acht Häuser wie die Casa de Jesus Menino gibt. Wie in einem richtigen Zuhause leben hier zwanzig Kinder zwischen sechs und achtzehn Jahren  zusammen. Sie gehen zur Schule, wenn es ihnen möglich ist, und machen sogar eine Berufsausbildung.

Damit ist die Tür weit auf für eine geistige und körperliche Entwicklung, die dem Kind den Reichtum seiner Möglichkeiten erschließt. Sie sind beeindruckt und gerührt von der Hilfsbereitschaft und Zuneigung der Kinder untereinander. Pater Renato und die Erzieherinnen und Erzieher sind Schatzsucher – und jeden Tag erfolgreich.

Dabei setzen sie vor allem auf Musik und Sport. Eigentlich jedes Kind lernt, sich mit einfachen Rhythmusgeräten auszudrücken, und die „Großen“ werden zu richtig guten Schlagzeugern. Gemeinsam etwas aufzuführen macht große Freude und stärkt die ganze Gruppe.

Im sportlichen Spiel und beim Training können auch alle mitmachen. Sie erleben, dass körperliche Einschränkungen sich durch Üben verringern und sich seelische Spannungen abbauen. Wer die Kinder bei Sport und Musik erlebt, ist angerührt von ihrer Lebensfreude, ihrem Lern- und Durchhaltewillen. Man kann viel von ihnen lernen.

Pater Renato und alle, die in der Casa de Jesus Menino arbeiten, erleben immer wieder das Wunder, dass ein verängstigtes, verschlossenes Kind, seine Abwehr ablegt, lernt, zu lachen, zu spielen, zu vertrauen.

Die Casa Jesus de Menino braucht Unterstützung für:

  • die Bezahlung guter Pädagogen und Therapeuten

  • Medikamente und medizinisches Material

  • Sport- und Musikgeräte

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